Gemeinsam durch den Advent: Wie Weihnachtsrituale bei Demenz helfen
Adventstraditionen in der Demenz-Tagesklinik: Mehr als nur Dekoration

Weihnachtsvorbereitungen wecken tiefe Erinnerungen
Die Adventszeit weckt bei vielen Menschen besondere Gefühle – auch bei Menschen mit Demenz. Während diese Wochen für manche Vorfreude bedeuten, erleben viele unserer Gäste die Weihnachtszeit mit gemischten Gefühlen: Einsamkeit kann besonders spürbar werden. Umso wichtiger sind gemeinsame Aktivitäten, die Verbundenheit schaffen. In unserer Demenz-Tagesklinik in München haben wir deshalb mit unseren Gäst:innen die Weihnachtsbäume geschmückt – begleitet von unserer Ergotherapeutin Frau von Specht.
Gemeinschaft, Orientierung und Erinnerung
Das gemeinsame Baumschmücken vereint mehrere therapeutische Aspekte. Bereits in den Wochen zuvor haben unsere Gäste zusammen Christbaumschmuck gebastelt – Sterne gefaltet, Kugeln bemalt. Diese Gruppenarbeit stärkt das Gemeinschaftsgefühl und wirkt der sozialen Isolation entgegen, die bei Demenz häufig zunimmt.
Gleichzeitig fördert die Aktivität die jahreszeitliche Orientierung. Menschen mit Demenz verlieren oft das Gefühl dafür, in welcher Jahreszeit sie sich befinden. Der Duft von Tannennadeln, bekannte Weihnachtslieder und das Glitzern von Lametta helfen, die aktuelle Zeit einzuordnen und geben Struktur.
Besonders wertvoll ist die Erinnerungsarbeit: Beim Schmücken werden oft Geschichten aus der Kindheit oder von früheren Weihnachtsfesten wach. Das Langzeitgedächtnis, das bei Demenz länger erhalten bleibt, wird durch diese biografisch bedeutsamen Handlungen angesprochen. Zusätzlich trainieren das Aufhängen von Kugeln und Befestigen von Schleifen die Feinmotorik und Konzentration.

Das gemeinsame Basteln und Dekorieren stärkt nicht nur das Gemeinschaftsgefühl – es weckt auch wertvolle Erinnerungen an frühere Weihnachtsfeste und hilft bei der jahreszeitlichen Orientierung.
So unterstützt das Memory-Zentrum - und so können Angehörige helfen
Im Marion von Tessin Memory-Zentrum in München verstehen wir solche Aktivitäten als wichtigen Teil unserer ganzheitlichen Demenz-Betreuung. Unsere Ergotherapeut:innen begleiten die Gäste professionell bei allen jahreszeitlichen Aktivitäten und passen die Anforderungen individuell an.
Auch Angehörige können die Adventszeit nutzen: Wählen Sie einfache Bastelprojekte wie Sterne falten oder Plätzchen ausstechen. Greifen Sie vertraute Rituale aus früheren Jahren auf und sprechen Sie alle Sinne an – der Duft von Zimt, bekannte Lieder und das Berühren von Christbaumschmuck wecken Erinnerungen. Bauen Sie keinen Druck auf: Wenn eine Aktivität nicht gelingt, versuchen Sie es zu einem anderen Zeitpunkt.
Kleine Rituale mit großer Wirkung
Das Schmücken unserer Weihnachtsbäume zeigt, wie vermeintlich einfache Aktivitäten therapeutisch wertvoll sein können. Für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen kann die Adventszeit trotz aller Herausforderungen eine Zeit werden, in der Verbundenheit und positive Erlebnisse im Mittelpunkt stehen. Das Marion von Tessin Memory-Zentrum begleitet Sie gerne auf diesem Weg.
Wir sind für Sie da
Im Marion von Tessin Memory-Zentrum stehen wir Ihnen mit unserem multiprofessionellen Team zur Seite. Das Marion von Tessin Memory-Zentrum widmet sich den Themen Gedächtnisstörungen und Demenz auf der Grundlage eines umfassenden und integrativen Konzepts für Betroffene und Angehörige im Rahmen von Demenz-Ambulanzen und einer Demenz-Tagesklinik zur Diagnostik und Behandlung sowie Demenz-Tagespflegen.
Unsere Angebote:
- Demenz-Ambulanzen: Demenz-Beratung und -Diagnostik für Betroffene und Angehörige
- Demenz-Tagesklinik: Multiprofessionelle Behandlung mit allen Therapieformen
- Demenz-Tagespflegen: Professionelle Betreuung zur Entlastung von Angehörigen
- Angehörigengruppen: Gespräche, Austausch und Unterstützung
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