Marion von Tessin Memory-Zentrum
Marion von Tessin Memory-Zentrum
Zentrum für Menschen mit Gedächtnisstörungenoder Demenz-Erkrankungen
Das Marion von Tessin Memory-Zentrum widmet sich den Themen Gedächtnisstörungen und Demenz auf der Grundlage eines umfassenden und integrativen Konzepts für Betroffene und Angehörige im Rahmen von Demenz-Ambulanzen und einer Demenz-Tagesklinik zur Diagnostik und Behandlung sowie Demenz-Tagespflegen.
Unser Leitbild
„Lebensqualität erhalten“
Wir möchten einen guten Ort schaffen, an dem Sie und Ihre Angehörigen Unterstützung nach Ihren individuellen Bedürfnissen und Lebensumständen bekommen. Auf Wertschätzung, Herzlichkeit, Kreativität und fachliche Kompetenz legen wir großen Wert und achten auch im täglichen Miteinander darauf, unserem Grundsatz „Lebensqualität erhalten“ treu zu bleiben.

In Notfällen
In Notfällen außerhalb unserer Sprechzeiten wenden Sie sich bitte an die Notaufnahme der Psychiatrischen Klinik der LMU, Nußbaumstraße 7, 80336 München, Telefon +49 (0)89 4400 55511 oder -55512 oder an die Notaufnahme der Psychiatrischen Klinik der TU, Klinikum rechts der Isar, Ismaninger Straße 22, 81675 München, Telefon +49 (0)89 4140 0.
Aktuelles und Wissenswertes
Häufige Fragen und Antworten zur Alzheimer-Krankheit und Demenz

Krankheitsbild
Was ist Demenz – und wie unterscheidet sie sich von normaler Vergesslichkeit?
Demenz, Alzheimer oder Vergesslichkeit: Was sind die Unterschiede?
Nicht jede vergessene Verabredung oder verlegte Brille ist ein Grund zur Sorge. Doch was genau ist Demenz – und wie lässt sie sich von altersbedingter Vergesslichkeit unterscheiden? Hier erklären wir verständlich die wichtigsten Unterschiede, häufige Formen der Demenz und was es mit Alzheimer auf sich hat.
Im Alter kann eine „normale Vergesslichkeit“ auftreten, die jedoch nicht zu einer Beeinträchtigung des Alltags führt. Beispielsweise fällt ein Name nicht mehr ein, der Schlüssel wird verlegt oder Termine müssen aufgeschrieben werden. Im Alter nimmt oft die „Multitasking-Fähigkeit“ ab, man wird weniger flexibel oder braucht länger für schwierigere Aufgaben.
So eine Gedächtnisstörung ist noch kein Grund zur Beunruhigung. Nehmen die Beschwerden allerdings zu und treten häufiger Probleme im Kurzzeitgedächtnis oder Orientierungsstörungen auf, ist eine ärztliche Untersuchung und Abklärung der Ursachen notwendig. Auch Veränderungen in der Stimmungslage, im Verhalten oder in der Sprache sollten weiter abgeklärt werden. Es könnte sich dabei um ein dementielles Syndrom handeln, dessen Ursache herausgefunden werden sollte, denn es gibt auch gut behandelbare Ursachen (z. B. Stoffwechselstörungen, Vitaminmangel, Depressionen, Abflussstörung des Nervenwassers u. a.).
Bei Unsicherheit und Sorgen kann eine Untersuchung in jedem Fall sinnvoll sein, auch wenn es sich „nur“ um eine „normale Altersvergesslichkeit“ handelt. Eine Beurteilung im zeitlichen Verlauf kann helfen, eine Verschlechterung frühzeitig zu bemerken und ehestmöglich eine Behandlung einzuleiten.
- der Unterschied zwischen normaler, altersbedingter Vergesslichkeit und Demenz besteht in der Schwere und der Auswirkung auf das tägliche Leben
- es kommt nur zum gelegentlichen Vergessen, z. B. von Termin oder Namen
- der Alltag bzw. die eigene Selbstständigkeit sind durch eine normale Vergesslichkeit nicht beeinträchtigt
- bei einer Demenz schreiten die Symptome deutlich voran
- bei einer Demenz nehmen die Alltagsfähigkeiten ab, z. B. entwickelt jemand Probleme zu kochen oder seine Finanzen selbständig zu regeln
Alzheimer-Demenz und andere Demenzerkrankungen
In Deutschland gibt es derzeit ca. 1,6 Millionen Demenz-Erkrankte, ca. zwei Drittel davon leiden an einer Alzheimer-Erkrankung, benannt nach dem Psychiater und Neuropathologen Alois Alzheimer. Die Symptome der Alzheimer-Demenz wie Gedächtnis-, Orientierungs-, Sprach- und Denkstörungen entstehen am ehesten durch den Untergang von Nervenzellen und Nervenzellkontakten im Gehirn, ausgelöst durch schädliche Eiweißablagerungen. Die genauen zugrundeliegenden Prozesse werden weiter erforscht. Im Frühstadium kann durch eine medikamentöse Behandlung ggf. eine Stabilisierung über einen gewissen Zeitraum erreicht werden, letztlich gibt es bisher jedoch noch keine ursächliche Therapie und somit Heilung. Als zweithäufigste Demenzform sind die sogenannten vaskulären Demenzen zu nennen, die durch Durchblutungsstörungen des Gehirns entstehen, z. B. nach einem Schlaganfall oder durch viele kleine Verschlüsse der Hirnarterien. Eine optimale Einstellung des Blutdrucks und von Blutzucker und Blutfettwerten ist prophylaktisch wichtig. Häufig besteht auch eine Mischung aus beiden Demenzursachen. Es gibt noch weitere seltenere Demenzformen, wie z. B. die frontotemporale Demenz, bei der eine Veränderung der Persönlichkeit, Veränderungen im Antrieb und der Sprache auftreten können. Bei der sogenannten Lewy-Körperchen- Demenz treten neben Gedächtnisstörungen oft Halluzinationen und im Verlauf Parkinson-Symptome auf. Wichtig ist, nach der Feststellung eines dementiellen Syndroms auf Ursachenforschung zu gehen, vor allem, um behandelbare Ursachen auszuschließen.










